Sonntag, den 09. September 2018

KSV Haslach verliert Auftakt in die Runde 2018

Ein Kampf entschied den Abend

 

 


Öfters brachte Neuzugang Pacal Funk (oben) seinen Gegner Mike Kromer in Bedrängnis

 

 

Die erfreulich zahlreich erschienenen Anhänger des KSV Haslach und die Veteranen am neu eingerichteten Stammtisch mit Ehrengästen anlässlich des sechzigjährigen Bestehens des Vereins wurden an diesem ersten Kampfabend nicht mit dem erhofften Sieg belohnt. Der KSK Furtwangen trat selbstbewusst auf, musste jedoch ebenfalls durch ein Wechselbad der Gefühle hindurch.   Denn gleich zu Beginn überraschte Suleiman Hutak im Leichtgewicht gegen Max Kokulan die verblüfften KSV-Fans mit einem beherzten Kampf. Bereits nach zwei Minuten hatte er seinen zwei Jahre jüngeren aber gleich schweren  Widersacher technisch überlegen und nach guten Griffkombinationen bezwungen. Da kam dann auch gleich die richtige Stimmung in der Halle auf. Diese wurde jedoch im Schwergewichtskampf zwischen Igor Gavrilita und Simon Zwirner gleich wieder gedämpft. Der ansonsten Sieg gewohnte Haslacher lag zur Verwunderung aller nach knapp einer Minute wegen einer Unaufmerksamkeit auf den Schultern.  Jetzt hatte der Anhang der Gäste aus dem Hochschwarzwald Grund zum Jubeln. Dann packte Haslachs Riesennachwuchstalent Nick Allgaier seine Trickkiste aus. Sein Gegner Raphael Reis blieb nicht lange auf den Beinen und landete nach knapp zwei Minuten auf dem Rücken. So sehr Josef Kempf sich auch bemühte, die Angriffe von Mihai-Nicolae Palaghia abzuwehren, es gelang ihm nicht. Auch er war dann nach zwei Minuten besiegt. Bevor nun Jonathan Eble vor der Pause  mit Vincent Kirner einen Spitzenringer der Gäste vorgesetzt bekam, stand der knappe 1:0 Punktsieger erst nach sechs Minuten fest, es war der Gästeringer. Mit einem Halbzeitstand von 8:9 ging es in die Pause, was aber keinesfalls Anlass zur Sorge hätte sein können.

 

Danach musste sich Ulrich Schultheiß bereits in der ersten Minute der größeren Überlegenheit von Routinier Sascha Weinauge geschlagen geben. Nach dem von Timo Stiffel engagiert und robust geführten Kampf gegen Arne Jöhnk hieß es nach sechs Minuten 1:0 für Timo Stiffel. Da Furtwangen gegen Viorel Ghita keinen Gegner stellte, kamen vier dicke Punkte aufs Konto, was ein Unentschieden von 13:13 bedeutete. Das hieß, dass die beiden letzten Kämpfe entscheidend waren. Mit Nicola-Nino Novovic stand ein Neuling in der Ersten des KSV auf der Matte, denn dieser holte sich seine Erfahrung in der vergangenen Saison in der Reserve. Mit Kevin Reuschling hatte er allerdings gleich einen erfahrenen und starken Gegner. Gegen diesen hatte er keine Chance und musste sich dessen technischer Überlegenheit nach kurzer Zeit beugen.

 

Nun stand es vor dem letzten Kampf des Abends 13:17 für die Gäste. Haslachs Neuzugang Pascal Funk musste also einen Vierer holen, wollte man noch ein Unentschieden retten. Zwar gab der Neuzugang der Gastgeber alles und lieferte gegen Mike Kromer einen guten Kampf, den er mit 2:0 Punkten gewann. Zum Mannschaftserfolg reichte es jedoch leider nicht.

  

KSK-Trainer Christian Rusu bekannte, dass man zwar auf einen Erfolg gehofft aber nicht damit gerechnet hatte und hatte für seine Jungs deshalb auch ein großes Lob übrig.

 

Die beiden KSV-Trainer Hansi Megerle und Istvan Zurovski konnten ihre Enttäuschung dann doch nicht ganz verbergen, hatte man doch mit einem knappen aber erfolgreichen Ausgang der Partie gerechnet.  

 

Die Kämpfe im Überblick:

57 Kg Freistil: Suleiman Hutak – Max Kokulan TÜ 4:0

61 Kg Griechisch-Römisch: Nick Allgaier – Raphael Reis SS 4:0

66 Kg FS: Jonathan Eble – Vincent Kirner PS 0:1

71 Kg GR: Timo Stiffel – Arne Jöhnk PS 1:0

75 A Kg FS: Nikola-Nino Novovic – Kevin Reuschling TÜ 0:4

75 B Kg GR Pascal Funk – Mike Kromer PS 2:0

80 Kg FS: Viorel Ghita – Furtwangen stellt keinen Gegner  4:0

86 Kg GR: Ulrich Schultheiß – Sascha Weinauge TÜ 0:4

98 Kg FS: Josef Kempf – Mihai-Nicolae Palaghia TÜ 0:4

130 Kg GR: Igor Gavrilita – Simon Zwirner SS 0:4

 

 

 

Stammtisch der Ehrengäste

Zur Erinnerung an das 60-jährige Jubiläum wurden zum ersten Heimkampf Ehrengäste aus früheren „glorreichen Zeiten“ von Vorstand Achim Stiffel (links) eingeladen . Es waren dies (von links) Gründungsmitglied Herbert Uhl, internationaler Kampfrichter Manfred Baumann, internationaler Spitzenkampfrichter und deutsches Ringerdenkmal aus Würzburg, Fredi Albrecht und langjähriges Mitglied Helmut Haug. Selbstverständlich machten an diesem Abend viele „Weisch-no-Geschichten“ die Runde. Auch erinnerte der erste Ehrengast in der Reihe der Neun an die Gründung des KSV Haslach anno 1958. Besonders gerne dachte er auch an die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona. Damals wurde er als Mattenleiter und Kampfrichter bei verschiedenen Kämpfen eingesetzt, was eine überaus spannende Angelegenheit war. Sie setzte höchste Konzentration voraus, denn Fehler in der Leitung wurden von den Beobachtern gnadenlos mit Kampfentzug bestraft. Dank seiner Extraklasse, die ihm bescheinigt wurde, passierte ihm dies jedoch nicht. 

 

 

 

Die Promis am Stammtisch hatten auch die Aufgabe, den Kampf des Abends zu küren. Die Wahl fiel den Experten jedoch nicht schwer, den Haslachs großes Nachwuchstalent Nick Allgaier (2. von rechts) hatte seinen neun Jahre älteren Gegner Raphael Reis (2. von links) schon in der zweiten Minute auf Schulter. Sowohl die Stammtischstrategen als auch die beiden jungen Ringer tauschten in kurzen Gesprächen Kommentare zum Kampf aus.




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